Bewertung: 🌟🌟
"Irgendwo hinter den Wolken." von Michelle Schrenk
Taschenbuch Ausgabe - 19. Mai 2019
Herausgeber: Independently published
Seiten: 252
Preis: 9,99€
Inhalt: Ein Roman voller Hoffnung – so wie das Licht hinter den Wolken.
Sophie will endlich die Dunkelheit verlassen, die sie seit Jahren gefangen hält. Sie ist sich sicher, dass ihr zerbrochenes Herz nie wieder heilen kann, dennoch sehnt sie sich nach einem Neuanfang und einem Leben ohne Angst. Ein Versprechen und eine Postkarte tragen eines Tages entscheidend dazu bei, dass Sophie den Mut fasst, nur mit einer Reisetasche bepackt ins Ungewisse zu fliehen. Dann trifft sie auf Erik. Auch er hat einen schlimmen Verlust erfahren und glaubt fest daran, dass nichts den Schmerz in ihm jemals wieder lindern wird. Doch was beide nicht wissen: Es ist kein Zufall, sondern Schicksal, dass sie sich begegnet sind. Denn sie verbindet die Hoffnung, dass irgendwo hinter den Wolken das Glück auf sie wartet.
Meine Meinung: Am Anfang der Geschichte befand ich mich schon mitten im Geschehen und habe sofort mit der Protagonistin mitgelitten. Diese wird von ihrem Ehemann brutal angegriffen und so stark verletzt, dass sie ins Krankenhaus muss. Dort lernt Sophie eine Frau namens Maria kennen und freundet sich direkt mit ihr an. Das Thema häusliche Gewalt steht hier im Vordergrund und wird so realitätsnah dargestellt, dass ich an manchen Stellen richtig schockiert war und zum Nachdenken angeregt wurde.
Die Autorin behandelt gerne Themen wie: Schicksal und Wunder, um zu zeigen, dass das Leben nicht immer so schmerzvoll sein muss. Dass auch Situationen im Leben passieren, die zwar etwas unrealistisch sind, aber dafür ein Happy End beinhalten und Hoffnung schenken. In meinen Augen, war mir hier diese Geschichte wirklich zu unrealistisch, da alle Situationen miteinander verwoben sind und dadurch, in meinen Augen, zu vorhersehbar waren. Hier sind die Wunder praktisch vom Himmel gefallen und das waren mir zu viele "Zeichen" und "Schicksale" ... Außerdem geht die Handlung zu schnell voran. Das Buch ist ja auch nicht wirklich dick und das finde ich sehr schade. Es hätte mehr herausgeholt werden können. Sophie und Erik haben beide viel durchmachen müssen. Ihre gemeinsamen Szenen waren sehr emotional und haben mich berührt. Zum Ende hin wurde es noch mal spannend, aber die Tatsache, dass alles irgendwie miteinander zusammenhängt, hat das alles ein bisschen kaputt gemacht.
Ich hätte mir zu Beginn der Geschichte, eine Trigger Warnung gewünscht. Die Szenen der häuslichen Gewalt sind nun mal sehr bildhaft dargestellt und das daraus resultierende nicht leicht zu verdauen. Es gibt leider genügend Frauen, die dasselbe durchgemacht haben oder auf eine andere Art Erfahrungen damit gemacht haben und daher vorgewarnt werden sollten.
Das Cover hat mich ziemlich umgehauen. Es ist wunderschön und spiegelt die Message der Geschichte perfekt wieder. Leider, sind meine Erwartungen dadurch zu sehr angestiegen und ich bin ein bisschen enttäuscht worden. Es gibt viele schöne Momente, vor allem finde ich, dass Helen und Maria sehr tiefgründig und weise sind. Ihre Worte haben mich berührt und zum Nachdenken angeregt, aber dieses ganze Schicksals Ding, war too much.
Der Schreibstil hat mir wiederum gut gefallen, sodass ich nach einem Tag mit dem Lesen fertig war. Die brutalen Szenen haben mich den Atem anhalten lassen und meinen Beschützerinstinkt geweckt. Sophie und Erik haben eine tolle Entwicklung durchgemacht und sind wirklich tolle Menschen, die es verdient haben, glücklich zu sein.
Fazit: eine Geschichte über Mut, Liebe, Hoffnung und Wunder. Das Thema an sich, finde ich wirklich wichtig, aber die Umsetzung hat mich leider nicht so ganz überzeugt.
Vielen Dank an die Autorin und die Agentur Mainwunder für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

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