Auf der Suche nach sich selbst ...

 Bewertung: 🌟🌟🌟🌟🌟


"Two Moments - Incomplete Band 2." von Katie Weber
Kindle Ausgabe - 10. Mai 2020
Herausgeber: keine Angabe
Seiten: 382
Preis: 3,99€

Inhalt: Zwei Jahre. So lange dauerte Oakleys Kriegseinsatz. Als der Veteran nach Hause zurückkehren darf, ist die Freude groß. Doch zu Hause ist nichts mehr, wie es einst war. Denn Oakley muss erfahren, dass seine kleine Schwester Violet bereits seit Monaten spurlos verschwunden ist. Wütend und verletzt, dass seine Eltern ihm nichts gesagt haben und es offenbar keine einzige Spur gibt, geht er zu der einzigen Person, die Violet besser kennt als er: ihre beste Freundin Ivory. Doch Ivory will nicht mit Oakley reden, denn Violet und sie sind schon seit langer Zeit zerstritten und Violets Verschwinden sollte ihr egal sein.

Als Oakley nicht lockerlässt und immer wieder zu ihr geht, willigt sie ein, ihn bei der Suche zu unterstützen. Während die beiden nach Violet suchen, erwachen Gefühle in ihnen, die sie seit langer Zeit verborgen halten und gegen die sich beide nach wie vor wehren.

Aber was ist, wenn zwei Augenblicke alles für immer verändern?


Meine Meinung: "Two Moments - Incomplete II" ist der zweite Band der Incomplete Reihe und ist in sich geschlossen. Das heißt, er kann unabhängig von Band eins gelesen werden.

Hier muss ich ehrlich sagen, dass mir Band zwei besser gefallen hat, denn die Protagonisten sind seit ihrer Vergangenheit tief miteinander verbunden und auch emotionaler, sowie tiefgründiger. Wahrscheinlich wegen ihrer jeweiligen Hintergrundgeschichten. Oakley war im Ausland stationiert und ist dementsprechend traumatisiert. Natürlich, ich möchte mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, wie sich ein Mensch in solch einer Situation fühlt. Es zerreißt ihn innerlich! Dann verschwindet auch noch seine Schwester Violet und er muss sich mit seinen alten Gefühlen für Ivy auseinandersetzen.

Der Schreibstil ist wieder mal angenehm und flüssig. Ich habe auch dieses Buch innerhalb weniger Stunden durchgelesen, weil ich es nicht aus den Händen legen konnte. Das hat die Autorin richtig drauf! Bis jetzt habe ich ihre Bücher regelrecht inhaliert und kann nie genug bekommen. Die Emotionen, die hier aufkommen, haben mich ziemlich aufgewühlt, denn ich habe mit den Charakteren mitgelitten. Wie denn auch nicht? Wut, Trauer, Verzweiflung, Tod, Hoffnung, Liebe ... All diese Gefühle liegen hier in der Luft und haben mich mitgerissen.

Zwischen Oakley und Ivy funkt es immer noch. Beide sind mittlerweile erwachsen geworden, sind ihren Weg gegangen und müssen sich nun ihren Ängsten stellen. Ich fand es schön, dass Violet, quasi als Bindeglied fungiert, um Oak und Ivy einander näher zu bringen. Violet ist nämlich die beste Freundin von Ivy, weshalb letztere sich natürlich auch fürchterliche Sorgen um sie macht.

Die Suche nach Violet, zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch.
Wir bekommen einen abwechselnden Einblick in die Vergangenheit und Gegenwart, während uns Oakley und Ivy ihre Geschichten erzählen. Ich konnte mich prima in beide Charaktere hineinversetzen, aber auch in Violets Gefühlslage. Emotional war ich total dabei und ich habe mich sichtlich wohlgefühlt.

Das Setting wird als einen angenehmen Ort beschrieben, wobei ich Lust gehabt hätte, Oakley und Ivy bei ihrer Suche zu helfen. Auch die Atmosphäre ist angenehm, welche dennoch durch einige Szenen in der Vergangenheit ins traurige übergeht.

Charaktere: Oakley war im Ausland stationiert und hat während des Krieges einige Menschen, die seine Freunde wurden verloren. Er ist ziemlich abgekämpft, als er nachhause kommt und nochmal die Nachricht erhält, dass seine Schwester Violet verschwunden ist. Sofort macht dieser sich Sorgen und beginnt nachzuforschen. Dabei stößt er auf seine alte Liebe Ivy, die mehr weiß als sie zugibt. Oakley scheint selbstbewusster geworden zu sein und macht keinen Hehl daraus, dass er Ivy noch immer mag. Er ist sonst ziemlich verschlossen und verdrängt seine Gefühle gegenüber dem, was er während des Krieges erlebt hat.

Ivy hegt schon seit ihrer Jugend Gefühle für Oakley. Sie ist die beste Freundin von Violet und ist in großer Sorge, da diese verschwunden ist. Es gibt an der Sache einen Haken, denn zwischen den beiden ist etwas vorgefallen. Als Oakley wieder auftaucht, verhält sie sich ihm gegenüber jedoch distanziert. Ivy ist ein herzensguter Mensch, fürsorglich und war mir schon direkt sympathisch. Ihrem Vater geht es leider nicht so gut, aber auch ihn mochte ich von Anfang an.

Ich konnte alle Gedankengänge und Handlungen sehr gut nachvollziehen. In meinen Augen, wirken die Charaktere authentisch, welche der Geschichte nicht nur Leben einhauchen, sondern diese mit vielen Emotionen realitätsnah erscheinen lassen. So viele Szenen haben mich gerührt und zum schmunzeln gebracht. Ich wurde zum Nachdenken angeregt und wollte nicht, dass die Story endet. Es werden hier alle Fragen beantwortet und das Ende ist nicht offen. Wie gesagt, dieser Band ist ebenfalls in sich abgeschlossen.

Fazit: Ein schöner, emotionaler und hoffnungsvoller Roman, den ich euch unbedingt ans Herz legen möchte. Oakley und Ivy sind zwei wundervolle Menschen. Ihre Geschichte macht Mut, seine eigenen Entscheidungen erstrecht durchziehen zu wollen und einfach das zu tun, wonach einem ist.

Vielen Dank an die Autorin für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!


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