Wir
haben uns nicht gerade
unter
den besten Bedingungen
kennen
und „lieben“ gelernt.
Hatten
dennoch vieles gemeinsam.
Seelische
Krankheiten,
die uns
miteinander verbanden.
Das
war es dann aber auch.
Hatten
beide keinen Plan von Liebe.
Alles
begann in einer Tagesklinik,
die
weder dir noch mir geholfen hat.
Wir
hatten beide mit unseren
Problemen
zu kämpfen.
Ich
fühlte mich in deiner Nähe wohl,
diese
Erfahrung mit einem Jungen
war
mir vorher relativ unbekannt.
Es
gefiel mir, war jedoch nicht von Dauer.
Ich
war nicht verliebt in dich,
kannte
dieses Gefühl überhaupt nicht.
Wollte
es zumindest mal versuchen
und
hoffte, meine Gefühle würden wachsen.
Aber
schon in der ersten Woche,
hätte
ich die Flucht ergreifen sollen.
Nach
der desaströsen Geburtstagsfeier
einer
damaligen „Freundin“.
Ich
war naiv genug zu glauben,
dass
kein Alkohol konsumiert wird,
während
wir abends Bowling spielten.
Da
habe ich mich gewaltig getäuscht.
Du
warst einer von den sieben,
die
sich regelrecht betrunken haben.
Übernachtete
an diesem Tag das erste Mal bei dir,
habe
es dann auch sofort bereut.
Obwohl
ich mich dir anvertraut
und
von meinen Problemen erzählt habe,
hast
du darauf keine Rücksicht genommen
oder
Verständnis gezeigt.
Du
drängtest mich dazu,
mit
dir zu schlafen.
Ich sagte
deutlich „Nein!“
Du
nahmst dir, was du wolltest.
War
das deine Definition von
„Ich
will doch nur geliebt werden“?
Drei
Stunden lang musste ich es
über
mich ergehen lassen.
Wir
haben nicht mal verhütet,
musste
die Pille danach selber bezahlen.
Hast
mich nicht unterstützt
und
mich damit alleine gelassen.
Mein
erstes Mal habe ich mir
ganz
anders vorgestellt.
Nicht
unbedingt romantisch,
aber
auch nicht auf diese Weise.
Könnte
dein Vorgehen als Tortur bezeichnen,
das
wäre dir gegenüber nicht fair.
Bin
trotz dessen noch bei dir geblieben
und
habe des Öfteren mit dir geschlafen.
Ich
habe nie etwas gespürt,
es
hat auch keinen Spaß gemacht.
Es
war viel mehr ein Zeitvertreib,
als
dass es hätte angenehm sein können.
Hatte
das Gefühl, als würde ich
beim
Versuch den Motor zu starten,
diesen
immer wieder abwürgen,
bevor
er überhaupt anspringen kann.
Lag
es an mir oder doch an dir?
Lag
es daran, weil ich nichts für dich
empfunden
habe?
Weil ich mich nicht
voll und ganz
auf dich
einlassen konnte?
Wir
hatten es beide im Leben nicht leicht
und
haben unsere Päckchen zu tragen.
Du
gingst schier rücksichtslos mit mir um,
für
dich anscheinend ein Normalzustand!
War
schließlich nicht deine erste Freundin,
hast
von meinen Vorgängerinnen erwartet,
dass
diese mit der Pille verhüten.
Hauptsache,
du musstest es nicht tun!
Du
hast mich andauernd um Geld gebeten,
für
Zigaretten oder anderen scheiß.
Dabei
hatte ich selbst nicht viel.
Habe
mich ausnehmen lassen!
Ob
wir ins Kino gingen
oder
Pizza bestellten.
Selbst
in deiner Wohnung
hattest
du kaum was zu Essen da.
Ich
war deine persönliche Bank,
sogar
für Verhütungsmittel.
Du
hast nie für etwas gezahlt,
war
dir das nicht unangenehm?
Auch
als wir mit einem „Freund“,
der
auch noch angetrunken war,
zu
seinem Bruder gefahren sind,
damit
wir ihn kennenlernten,
und
mit 120 km/h über die
Landstraße
gebrettert sind,
hast du
mich nicht mal gefragt,
ob
alles okay ist.
Ich
dachte, jeden Augenblick
wir
würden einen Unfall bauen.
Bei
dieser Geschwindigkeit
und
mit heruntergelassenen Fenstern.
Meine
Angst überwog und ich war froh,
als
wir endlich ankamen.
Mit
zitternden Beinen stieg ich aus
und
habe dich dafür verachtet.
Für
dein abwesendes Verhalten
mir,
deiner Freundin gegenüber.
Er
gab uns freundlicherweise
Geld
für ein Taxi,
damit
wir heil nachhause kommen würden.
Immerhin,
hatte er darüber nachgedacht.
Mein
Vater holte uns stattdessen ab
und
du behieltest das Geld für dich,
anstatt
es ihm zurückzugeben.
Wie
ignorant und egoistisch
kann
ein Mensch überhaupt sein?
Du
hast es nie anders gelernt,
das
ist aber keine Entschuldigung.
Du
dachtest, du wärst nach dem
Aufenthalt
in der Tagesklinik geheilt,
da
hast du dich aber vertan, mein Lieber!
Dein
Verhalten hat mich angewidert.
Ich
ekelte mich regelrecht davor,
dich
zu küssen und alles,
was
damit zu tun hat.
Nach
zweieinhalb Monaten traf ich
endlich
die erlösende Entscheidung.
Ich
trennte mich von dir,
weil
ich es nicht mehr aushielt.
Ich
hätte schon nach der ersten Woche
den
Schlussstrich ziehen sollen.
Habe
abgewogen, wo es schlimmer ist,
bei
dir oder bei meinen Eltern.
Brauchte
Abstand und habe ihn
bei
dir auch bekommen.
Wollte
dich aber nicht
aushalten
müssen.
Mein
Verhalten in dieser Hinsicht
war
auch nicht das Beste.
Trennte
mich per Whatsapp
von dir,
das war feige.
Wollte
dir nicht unter die Augen treten,
das
warst du mir nicht wert.
Wollte
dich endlich loswerden
und
nicht weiter ertragen müssen.
Die
Trennung tat uns beiden nicht weh,
weil
wir nicht wussten, was Liebe ist.
Wissen
es wahrscheinlich immer noch nicht,
haben
verschiedene Ansichten davon.
Du
warst mein erster Freund,
auf
diese Erfahrung hätte ich
sehr
gerne verzichtet.
Habe ich
daraus gelernt?
Ich
möchte mich niemals in jeglicher Hinsicht
von
jemanden abhängig machen.
Mich
nicht zu Sachen drängen lassen,
die
ich unter keinen Umständen tun möchte.
Mich
respektlos behandeln, ausnutzen
oder
missbrauchen lassen.
Mein
Vertrauen nicht in die falschen
Hände
zu legen.
Lasse
mein Glück nicht von
jemand
anderen definieren.
Ich
treffe meine eigenen Entscheidungen
und
gehe meinen eigenen Weg.
Mein
Leben ist besser ohne dich!
Und
das schon seit knapp fünf Jahren.
Habe
seitdem nichts mehr so sehr bereut,
außer
meine Beziehung mit dir.

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