Bewertung: 🌟🌟🌟
"Wir sind mehr als Liebe - Riaz." von A. K. Linn
Taschenbuch Ausgabe - 5. September 2017
Herausgeber: CreateSpace Independent Publishing Platform
Seiten: 234
Preis: 9,98€
Inhalt: Riaz' Leben ist perfekt. Er hat einen tollen Job, die besten Freunde, die man sich wünschen kann, und sein Traumauto. Doch seit Curley und Roy zusammen sind, ist alles ein bisschen anders. Nur widerwillig sieht er ein, dass er seine beste Freundin verliert. Völlig unverhofft stolpert eine schöne Frau in sein Leben und wirft seinen strukturierten Alltag ziemlich durcheinander. Ihre fast schon naive Leichtigkeit macht ihn verrückt und fasziniert ihn gleichzeitig.
Meine Meinung: Ich weiß immer noch nicht so recht, was ich von dieser Geschichte halten soll. Hierbei handelt es sich, um den zweiten Band einer Reihe, der unabhängig von den anderen gelesen werden kann.
Der Schreibstil ist ganz okay, also ich bin gut durch die Story gekommen. Ich fand den Protagonisten Riaz sehr lustig. Er hat auf jeden Fall viel Sinn für Humor und mich öfters zum lachen gebracht. Die Handlung jedoch hat mich etwas verwirrt. Zum Beispiel der Umgang mit seiner besten Freundin Curley. Riaz geht mit ihr um und führt sich so auf, als wäre sie seine feste Freundin, was definitiv nicht der Fall ist, weil sie mit einem Kerl namens Roy zusammen ist. Dieser geht ziemlich locker mit dem sehr vertrauten Verhalten seiner Freundin und ihres besten Freundes um. Diese Tatsache hat mich unglaublich stutzig gemacht, denn welcher Kerl, würde sowas zulassen? Ernsthaft. In Riaz Gedanken kommt zu fünfundneunzig Prozent der Name Curley vor. Er ist quasi besessen von ihr, was irgendwann zu viel für mich war.
Riaz Freunde sind alle ziemlich merkwürdig. Mal auf die witzige und mal auf die verwirrende Art und Weise. Er hat auf mich einen machomäßigen Eindruck gemacht, der sich auch bestätigt. Im Laufe des Buches jedoch, wird dieser lockerer und kommt weniger arrogant rüber. Ich meine, Riaz ist schon mega witzig. Und in seinem Fall, wäre ich manches Mal ebenfalls kurz vorm verzweifeln gewesen.
Was mich noch ein wenig gestört hat, dass eine Frau namens Honey als unfassbar dämlich und naiv dargestellt wird. Fast vergessen: sie ist auch noch blond, also ein wandelndes Klischee, um ehrlich zu sein. Das hat beim lesen schon fast weh getan. Ich hatte ernsthaft Mitleid mit ihr, denn an sich ist sie nämlich herzlich, lieb und cool. Dieses klischeehafte Bild von Honey hat mir den Rest gegeben. Das war der Moment, als ich die Augen verdreht habe.
Ich meine, vielleicht kommt irgendwann der Tag, an dem man darüber lacht, als gesagt wurde, dass Blondinen von Natur aus dumm sind. Ich finde so eine klischeehafte Konfrontation einfach nur enorm anstrengend. Ob in einem fiktiven Buch oder in der Realität. Meistens wird diese Behauptung sowieso bestätigt, aber das ist ja nicht der Punkt. Ich kann es einfach nicht mehr hören oder sehen. Aber was zu lachen gibt es allemal, wenn es das ist, was ihre Rolle in dem Buch bezwecken soll.
Fazit: An sich ist dieses Büchlein (es hat eben nicht so viele Seiten) schon unterhaltsam, aber in manchen Punkten ziemlich weit hergeholt. Diese Curley Obsession und das wandelnde Klischee haben nicht wirklich zum guten beigetragen. Die beiden Punkte haben eher alles zunichte gemacht. Mein Fall war es leider nicht.
Vielen Dank an die Autorin für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

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