Bewertung: 🌟🌟🌟
"Genetic Wolves - Der Anfang des Krieges." von Yuri Komori
Taschenbuch Ausgabe - 29. Oktober 2019
Herausgeber: Novum Verlag
Seiten: 652
Preis: 23,20€
Inhalt: Sie sind intelligent, sie sind weiterentwickelt, sie sehen sich als eine höhere Rasse. Die Welpen Dunker, Siego, Binch und Mex sind die Nachkommen eines genetisch veränderten Wolfsrudels. Die Wölfe leben unentdeckt in einem großen Revier, in der Nähe eines Menschendorfs, deren Einwohner von ihrer Klugheit nichts wissen. Die Tiere haben gelernt, Materialien zu nutzen und mit Feuer umzugehen. Als die vier jungen Wölfe erstmals beginnen, das sichere Lager zu verlassen und das Territorium zu erkunden, merken sie bald, wie bedrohlich ihre Welt ist, und kommen einer gefährlichen Wahrheit auf die Spur. Sind sie tatsächlich die Einzigen?
Meine Meinung: Zuallererst möchte ich anmerken, dass dieses Buch den Genres Science Fiction und Fantasy zugeordnet wird. Von der Handlung her, finde ich die Geschichte schon sehr wichtig, weil man diese auf uns Menschen beziehen kann. Es werden extrem wichtige Themen angesprochen, die heute noch heftig diskutiert werden und sämtlichen Naturgesetzen widersprechen.
Am Anfang der Geschichte erfahren wir, dass zwei Wölfe von Menschen sozusagen entführt und genmanipuliert werden. Das heißt, sie sind intelligent und können untereinander wie Menschen kommunizieren. Deren nachfolgende Generation ist schon so weit fortgeschritten, dass diese zu bestimmten Rängen ausgebildet werden um füreinander sorgen und sich für Kämpfe rüsten zu können.
Es gibt verschiedene Charaktere, die ganz vorne im Buch genauer beschrieben werden. Sogar wie man deren Namen ausspricht. Das finde ich toll, denn so konnte ich immer mal wieder nachsehen, wer nochmal welchen Rang hat, da ich ein wenig mit den Namen durcheinander gekommen bin. (Ich hab's nicht so mit Namen)
Erzählt wird aus der auktorialen Ebene, sodass wir sämtliche Gefühle und Gedanken der Wölfe mitbekommen und diese verstehen, sowie nachvollziehen können. Hier geht es primär um die Welpen Dunker, Siego, Binch und Mex, die versuchen sich ihren Platz im Rudel streitig zu machen und einem Geheimnis auf die Schliche kommen.
Die Wölfe leben tatsächlich so wie in einem ganz normalen Rudel, nur dass sie besondere Fähigkeiten besitzen. Irgendwie haben sie mich dennoch ein wenig an uns Menschen erinnert. Eben weil sie jetzt sprechen und auf unsere Weise für sich sorgen können. Wir erleben ihren Alltag, mit welchen Problemen sie sich herumschlagen und mit was für Gefahren sie sich auseinandersetzen müssen.
Neben den Wölfen gibt es auch noch eine andere Tierart, die nicht so ist, wie sie scheint. Das heißt, dass die Tiere dieselben Probleme zu bewältigen haben, wie wir Menschen und das in jeglicher Hinsicht. Meiner Meinung nach, hält uns die Autorin auf diese Weise einen Spiegel vor Augen, um zu verdeutlichen, wie gefährlich unsere Spezies ist. Besonders, wenn es um dieses ganze experimentieren und forschen an Tieren geht. Dies ist eine verdammt wichtige Message, die nicht spurlos an uns vorbeigehen sollte! Die Wölfe nehmen in dem Buch quasi unseren Platz ein. Nur weil sie intelligent sind und über besondere Fähigkeiten verfügen, heißt das noch lange nicht, dass sie sich für etwas besseres halten dürfen.
Der Schreibstil ist an manchen Stellen sehr flüssig, da habe ich viele Seiten auf einmal gelesen, aber in einigen Momenten war es doch etwas langatmig. Da hatte ein bisschen Probleme damit, dem ganzen Verlauf zu folgen. Es gab viele spannende Momente und ich war neugierig, was das große Geheimnis betrifft. Irgendwie hat mich das alles an unsere jetzige Situation erinnert. Das Thema ist ein wenig umstritten und ich finde es generell überhaupt nicht gut, dass Menschen sich zu sehr in die Natur einmischen und dessen Regeln komplett ändern. Wir sehen ja, was wir davon haben und trotzdem machen wir damit weiter.
Das Buch ist das perfekte Beispiel dafür, dass eine intelligente Rasse nicht mit Konkurrenz klarkommt und alles für sich beanspruchen möchte. Es wird noch einen zweiten Band geben, den ich auch auf jeden Fall gerne lesen möchte bzw. werde.
Die Autorin ist übrigens siebzehn Jahre alt, das bedeutet aber noch lange nicht, dass sie jetzt eine herausragende Leistung erbracht hat. Das soll jetzt nicht so gemein rüber kommen, aber im Nachwort macht sie den Eindruck, dass sie hier ein "Meisterwerk" geschaffen hat. Ja, das Buch war gut und es ist definitiv lehrreich und regt zum Nachdenken an, aber aufgrund der teils langatmigen Kapitel, die zu oft vorkommen, fiel es mir schwer, der Handlung weiter zu folgen und mich nicht zu langweilen. Das fand ich verdammt schade, denn hier steckt sehr viel Potenzial drin.
Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

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