Ich
habe keine Ahnung von Beziehungen,
diesbezüglich fehlen mir viele
Erfahrungen,
habe einiges in meiner Jugend verpasst,
es gibt
mehrere Gründe wieso das so ist.
Zum einen waren es die
Mobbing-Aktionen,
welche ich andauernd über mich ergehen lassen
musste.
Ich war ja nie hübsch, cool oder beliebt genug,
ganz
im Gegenteil, ich war hässlich, uncool und unbeliebt.
Mir
wurden immer wieder fiese Bemerkungen
entgegengeschleudert, als
wäre ich nichts wert.
So wurde ich auch behandelt, sowohl von
Schülern
als auch von Lehrern, die nicht mal geholfen haben.
Ich
baute eine Mauer, hinter der ich mich versteckte,
lies keine
Gefühle oder Emotionen an mich heran,
habe all diese von mir
gestoßen und bin
gebrochen durch den Tag gegangen.
Zum
anderen waren es meine Eltern, die mich
mit ihrem widerlichen
Verhalten extrem
verstört und traumatisiert haben.
Trugen
ihren Teil dazu bei.
Beide hatten ein Alkoholproblem und
öfter
mal Geschlechtsverkehr in der
Öffentlichkeit, was mich aber
am
schlimmsten traf, war Folgendes.
Ich war noch ein Kind
und habe deren
Aktion natürlich mitbekommen und
dachte, mein
Vater würde meiner Mutter wehtun.
Ich bat meinen Bruder, die
Polizei zu rufen.
Habe schrecklich viel geweint und
meine
Eltern hat es nicht interessiert.
Mein Vater hat meine Mutter
sogar später
angebrüllt, sie solle aufhören zu weinen.
Solch
ein Erlebnis geht nicht einfach spurlos
an einem Kind vorbei, ohne
dass es irgendwelche
Schäden davonträgt. So auch bei mir.
Ich
war immer schon auf Anti Intimität gestimmt.
Noch
heute verhalte ich mich eher wie ein Kind,
wenn ich Paare sehe,
die sich küssen oder
miteinander herummachen und ekel mich
davor.
Auch, wenn dies in Büchern oder Filmen/Serien vorkommt.
Wenn
mir jemand Komplimente macht,
kann ich damit nicht umgehen.
Ich
möchte so etwas auch nicht hören,
weil ich das Gefühl habe,
belogen zu werden.
Ich fühle mich in meinem Körper
überhaupt
nicht wohl, weil ich zu dünn bin und
mich nie
lieben gelernt habe.
Ich akzeptiere mich nicht, wie ich bin.
Und
das nur, weil mir jahrelang eingeredet wurde,
dass ich hässlich
bin und ausgestoßen wurde.
Gehörte immer zu den Außenseitern,
hatte nie
ein Problem damit, um ehrlich zu sein.
Das war
mir lieber, als meine Seele zu verkaufen,
um irgendwelchen Idioten
zu gefallen, die sich
extrem asozial benommen haben.
Ich war
nie eine Mitläuferin.
Ich habe unbewusst anderen Menschen weh
getan,
habe nie gemerkt, ob jemand auf mich stand oder
Interesse
an mir hatte. Mir war das egal,
ich wollte nichts damit zu tun
haben.
Es gab des Öfteren Momente in meinem Leben,
in
denen ich ungewollt von Menschen angefasst
oder auf irgendeine Art
und Weise sexuell
belästigt worden bin.
Mir ist klar, dass
ich nicht einfach bin.
Habe Angst vor Nähe und Intimität
und
das schon seit etlichen Jahren.
Seitdem noch mehr als
zuvor.
Möchte insgeheim gerne jemanden an meiner
Seite
haben, traue mich aber nicht, denn
zu groß sind meine Ängste
davor,
verletzt oder missbraucht zu werden.
Ich habe es
tatsächlich mal ausprobiert,
eine Beziehung mit jemandem,
die
ich mehr als alles andere bereue.
Möge Karma ihm einen Besuch
abstatten.
Ich
merke selber, dass wenn mich jemand
an flirtet, dass ich genervt
reagiere,
um dann in Ruhe gelassen zu werden.
Mir ist das
einfach zu unangenehm.
Ich
kenne mich mit dem männlichen Geschlecht
eben nicht so gut aus,
bin ihnen doch immer
so gut es geht aus dem Weg gegangen.
Weiß
auch nie, was ich sagen soll.
Deshalb verhalte ich mich in der
Regel,
sehr kühl und distanziert. Nehme keine Rücksicht
auf
Abfuhren, die ich verteile, ob diese brutal klingen oder nicht.
Ja,
was die Liebe betrifft, bin ich sehr kaltblütig.
Ich kenne
sie nicht so, wie andere
zumindest nicht auf eine positive
Weise.
Verbinde damit Ekel und Abscheu,
bin wie sagt man?
Prüde?
Für mein Alter ist mir das sehr unangenehm,
aber
so bin ich eben nun einmal.
Schließlich wurde ich so nicht
geboren,
nein, ich wurde tragischerweise so gemacht.
Habe
immer die Fehler bei mir gesucht
und mich gefragt, was mit mir
nicht stimmt.
Meine Jugend habe ich mir immer anders
vorgestellt,
hätte gerne jemanden gehabt, aber mich wollte
keiner.
Mir fehlen die Erfahrungen, die man normalerweise
in
seiner Jugendzeit macht oder im jungen
Erwachsenenalter, aber es
sollte wohl nicht sein.
Vielleicht kann ich sie noch
nachholen?
Dafür müsste ich erst einmal therapiert
werden,
denn ich habe eine panische Angst vor Männern
entwickelt.
Bin weder gerne mit ihnen alleine, noch ertrage ich
deren Nähe
oder möchte sonst was mit diesem Geschlecht
unternehmen.
Vielleicht liegt das auch einfach daran, dass ich
in
einer Stadt lebe, in der die größten asozialen
Vollidioten
herumlaufen, mit denen kein normal denkender
Mensch
zusammen sein möchte. Wohl eher die richtig
verzweifelten.
Wie ihr hier herauslesen könnt, muss ich noch
eine Menge
an mir arbeiten, aber ich bin mir dessen wenigstens
bewusst.
Ich habe keine Ahnung, ob ich jemals in der Lage sein
werde,
Liebe so zu akzeptieren und auszuleben, wie wir es
sollten.
Was das betrifft, habe ich die Hoffnung längst
aufgegeben
und mich damit abgefunden, dass ich für immer alleine
bleiben werde.
Ich muss erst lernen, mich selber zu akzeptieren
und zu lieben,
bevor es überhaupt jemand anderes tun kann.

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