Ich
warte auf den bevorstehenden Sonnenuntergang,
darauf,
dass ich mich endlich verabschieden kann.
Ich
spüre zum letzten Mal ihre Strahlen auf meiner Haut.
Ich
besuche diesen Ort zum letzten Mal,
es
wird Zeit, bin ich denn schon so weit?
Ich
muss endlich loslassen und mein
altes
Ich für immer hinter mir lassen.
Sehe
es zum letzten Mal, unser Haus,
das
Feld, den Spielplatz, die Niers.
Ich
wünschte, manche Dinge wären
niemals
passiert, denn sie
machen mein
ganzes
Leben aus, ich habe nur noch
einen
einzigen Gedanken: lauf!
Sie
lässt mich nicht los, wird mich
immer
wieder einholen: meine Vergangenheit.
Wieso
ist das so schwer? Ich brauche einen
Reset
Knopf, eine Option, um von vorne anzufangen.
Alles auf Neustart setzen
ich
bin müde, um mich weiter zu hetzen,
hier
gibt es nichts mehr zu zerfetzen,
jetzt
nicht mehr.
Bin
weg und auch wieder nicht,
ich
ertrage die mir aufgezwungene Aussicht.
Langsam,
stelle ich mir auch die Frage:
Was
ist der Sinn meines Lebens?
Bin
orientierungslos,
bin
nicht mehr schlau, eher doof,
stellt
euch vor: hier macht mir niemand den Hof,
es
gab eine Zeit, da fiel mir alles in den Schoß.
Wusste
genau, was ich wollte,
die
Person, die ich werden sollte.
Tja,
das war's dann wohl,
mein
IQ ist gesunken, mein
Kopf ist hohl.
So
einfach, wie es vor ein paar Jahren noch war.
Jetzt,
komme ich überhaupt nicht mehr klar,
bin
überfordert und angepisst,
hatte
immer einen klaren Gedanken
und
bin nun die, die alles vergisst.
Ich
weiß mein Leben nicht zu schätzen,
zicke
nur herum, anstatt mich in Bewegung zu setzen.
Ich
versuche schon seit Jahren, nicht mehr
nach
Aufmerksamkeit zu lechzen,
hier
fliegen andauernd die Fetzen.
Bin mit allem unzufrieden,
sogar mit denjenigen, die mich "lieben".
Würde am liebsten ganz weit weg fliegen,
aber nein, mein realistisches Gewissen
muss unbedingt siegen.
Unsere Gesellschaft hat mich angesteckt,
hat mich mit ihren "Erwartungen" verdreckt.
Sorry, aber die kann und werde ich nicht erfüllen,
ich werde stattdessen meinen Therapeuten
mit meinen Problemen zu müllen.
Bin eine Verstoßene, schon immer gewesen,
es würde euch nicht auffallen, würde ich vor euch verwesen.
Blieb schon immer unerkannt, es gab bis jetzt
nicht einen einzigen, der mir reichte seine Hand.
So soll nun mein Schicksal sein,
werde Zeit verbringen mit meinem neuen "Verein",
muss mir in Zukunft sämtliches von der Seele reden,
so sieht es nun aus, mein neues Leben.
Ich kann nichts versprechen, werde mein bestes geben,
möchte endlich mit der Gesellschaft mitreden.
Eine selbstbewusste, charakterstarke Frau,
diese zu werden, ist mein Ziel,
werde mich mit kleinen Schritten,
dieser Entwicklung zu bewegen.
Das wird nicht leicht,
ob mein Wille dafür reicht?
Fange hoffentlich bald
mein neues Leben an,
wir sehen uns, bis dann!

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