Liege
nachts alleine und verängstigt im Bett,
zusammengerollt wie ein
Embryo,
auf der Suche nach Schutz und Geborgenheit.
Die Decke
über den Kopf gezogen, verstecke ich mich.
Bin umgeben von
purer Dunkelheit,
höre sie leise vor sich hin wispern,
Schatten
und ihr Verlangen nach Angst,
wollen sich meiner ermächtigen.
Bin
ihnen hilflos ausgeliefert,
sie greifen und zerren an mir,
kann
mich ihnen nicht entziehen,
fühle nur noch die Kälte in meinem
Körper.
Mache mir gedanklich klar,
dass die Schatten nicht
echt sind.
Es findet nur in meinem Kopf statt,
ich träume,
habe einen Albtraum.
Ich öffne die Augen und luge
unter
der Decke hervor.
Nichts und niemand ist hier.
Bin alleine in
meinem Zimmer.
Komme langsam ein wenig zur Ruhe,
mein Herz
rast, wie die Flügel eines Kolibris.
Atemlos greife ich nach
meinem Inhalator.
Halte diesen fest, nahe meines
Herzens.
Plötzlich spüre ich jemanden neben mir,
dies
signalisiert das Senken meiner Matratze,
kann mich nicht bewegen
oder schreien,
bin wie paralysiert, mein Atem geht
stoßweise.
„Das ist nicht echt, das ist nicht
echt!“
Flüstere ich gedanklich vor mich hin,
in der Hoffnung
bald aufzuwachen.
Schweißgebadet schrecke ich hoch.
Kann
noch immer nichts sehen,
krabbele mit dem Rücken zur Wand,
nehme
mir vor nicht mehr einzuschlafen.
Drücke mir ein Kissen fest an
die Brust.
Sekunden
verstreichen, ehe ich mir einbilde,
dass vor der Türe jemand
steht.
Eine schwarze Gestalt, so dunkel wie die Nacht.
Kommt
langsam auf mich zu, mit ausgestrecktem Arm.
Zitternd wie
Espenlaub, halte ich
meine Arme schützend vor das Gesicht.
Die
Augen geschlossen, bete ich,
dass auch dies nur ein Traum
ist.
Was ist Traum und was Wirklichkeit?
Bin ich
tatsächlich nicht mehr in der Lage
beides voneinander zu
trennen?
Was will mir mein Unterbewusstsein damit sagen?
Jemand
rüttelt und schüttelt an mir,
bin gefangen in einem Albtraum.
In
mehreren, die mich allesamt verstören
und mich daran erinnern,
dass ich keine Chance habe.
Wimmernd und schluchzend
schlage
ich um mich,
treffe etwas Hartes wodurch
ich umgehend wach
werde.
Habe
anscheinend mehrmals
die Wand getroffen,
ein scharfer
Schmerz
durchzuckt meine Hände.
Wie aus dem Nichts
erscheint ein Lichtpunkt
und bewegt sich in meine Richtung.
Jetzt
habe ich wirklich alles gesehen,
vor Erschöpfung gebe ich dem
Leuchten nach.
Es wacht über mich und hält
sämtliche
Schreckensträume von mir fern.
Selig schlafe ich
ein und merke,
wie mein Körper in Wärme gehüllt wird.
Am
nächsten Morgen wird mir klar,
dass tatsächlich jemand hinter
mir liegt,
dessen Arm wie ein Schild um mich geschlungen,
sein
Oberkörper nahe an meinen Rücken gepresst.
Fühlt sich ein
wenig an, als würde
ich eine Zwangsjacke tragen.
Bin nicht in
der Lage mich zu bewegen,
genieße jedoch seine Wärme.
Wann
er wohl zu mir kam?
War er letzte Nacht das Licht?
Habe ich ihm
womöglich weh getan?
Fühle mich endlich geborgen und
sicher.
Schlaftrunken, schmiege ich
mein Gesicht in das
Kissen,
versuche den verpassten Schlaf nachzuholen.
Brauche ich
jemanden bei mir,
um keine Angst mehr zu haben?
Oder ist die Lösung des ganzen
einfach nur Licht?
Vielleicht ist er, der leise
atmend hinter mir
liegt
mein persönliches Nachtlicht?
Seine Aura, die mich
komplett einnimmt,
sobald er den Raum betritt.
Meine
Glücksgefühle ihm gegenüber,
sollten doch ausreichen, um
meine
inneren Dämonen in Schach zu halten.
Er ist das Pendant
zu meiner Dunkelheit.
Ich brauche keine Angst mehr zu
haben,
ich bin nicht alleine und auch nicht schutzlos.
Ich kann
auch mein eigenes Licht sein,
mich selbst lieben und
umsorgen.
Auch wenn ich die Dunkelheit nicht ausstehen
kann,
gibt es genug Möglichkeiten sie zu umgehen.
Ich muss mir
jene klarmachen und versuchen,
für mich umzusetzen, um ihr nicht
ausgeliefert zu sein.
Sie kann überall auftauchen, nicht nur
im Schlaf
begleitet von Schatten und Dämonen.
Licht ist
stärker als all das, und zwar in jeglicher Form.
Drum
zögere nicht, denn in jedem Herzen
strahlt ein helles Licht, das
darauf wartet,
herauszubrechen und die Dunkelheit
vollends zu
vertreiben.

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