Der
Geruch von Zigaretten im Haus
ging nie mehr aus den Wänden
raus.
Nicht mal aus meiner Kleidung,
hieltet nichts von unserer
Meinung.
Im Auto, mit heruntergelassenen Fenstern
hatten
wir Ähnlichkeiten mit Gespenstern.
Konnten kaum Atmen, kämpften
gegen Unwohlsein,
nahmt keinen von uns in Augenschein.
Überall
standen Flaschen herum,
dachtet wohl, wir wären dumm.
Wussten,
dass es Alkohol war,
das war uns von Anfang an klar.
Freitags
wurde kräftig gesoffen,
habt euch mit den Nachbarn
getroffen.
Euer Verhalten war fremdschämen pur,
von Vernunft
keine Spur.
Samstags war der „Schnupfsamstag“,
es war
Mama, die immer flach lag.
Täuschte eine Erkältung vor,
wie
an den Wochenenden davor.
Habt eure Elternpflicht mit Sucht
vertauscht,
habt nicht mehr unseren Problemen gelauscht.
Wurden
regelrecht seelisch missbraucht,
habe öfter mal
zurückgefaucht.
Traumata formten unser zukünftiges
Leben,
anstatt Liebe, wurden uns diese mitgegeben.
Eure
Probleme hatten immer Vorrang,
fanden mit unseren keinen
Anklang.
Habe meine Wut in mich hineingefressen,
habe mich
bestraft, war regelrecht davon besessen.
Wusstet nicht, was in der
Schule passierte,
war diejenige, die gar nicht mehr
existierte.
Wegen der vielen Mobbing-Aktionen
wollte ich
nicht mehr Zuhause wohnen.
Habe mir eine andere Familie
gewünscht,
fühlte mich jedoch nirgendwo erwünscht.
War
die meiste Zeit einsam und alleine,
keiner wollte, dass ich
irgendwo erscheine.
Meine Gedanken drifteten ab ins Negative,
für
mich gab es keine Alternative.
Wollte es lange Zeit nicht
wahrhaben
und andauernd über mein Leid klagen.
Als
Suizidgedanken hinzukamen,
suchte ich sofort nach einem Namen.
Es
folgten weitere Jahre,
in denen ich mein Geheimnis wahre.
Weitere
Narben gesellten sich zu mir,
verlasse nur ungern mein
Revier.
Unverzeihlich war nicht nur euer Verhalten,
sondern
auch das der anderen Gestalten.
Meiner damaligen besten Freundin
zum Beispiel,
denn sie hielt von mir damals nicht allzu viel.
Sie
führte mich gerne mal vor,
hatte einen schlechten Sinn für
Humor.
Trotzdem war sie sehr beliebt
und somit Jedermann´s
Favorit.
Dabei war das Mädel jünger als ich
und ließ
mich verdammt oft im Stich.
Ihr asoziales Benehmen sorgte
dafür,
dass ich sie setzte vor die Tür.
Während der
Ausbildung gab es Damen,
jene sprengten öfter Mal den
Rahmen.
Haben mein „Nein!“ nie akzeptiert,
obwohl ich es
habe ausprobiert.
Alkohol war und ist nichts für mich,
mich
zu wiederholen war extrem ärgerlich.
Mischten mir auf einem
Geburtstag Alkohol ins Glas,
sie sagten ein paar Monate später,
das war nur Spaß.
Es meldete sich auch mal jemand bei mir,
da
wuchs tatsächlich meine Neugier.
Eine alte Klassenkameradin von
der Grundschule,
früher unbeliebt und zu dem Zeitpunkt wohl eine
Coole.
Wollte nur wissen, ob ich einen Freund habe,
was war
das bitte für eine dämliche Frage?
Sie wirkte ziemlich
eingebildet und arrogant,
besitzt anscheinend nicht mehr viel
Verstand.
Ja, ich bin herumgelaufen wie der letzte Idiot,
lebe
mein Leben seit jeher auf Autopilot.
Mich deswegen fertig zu
machen,
bringt mich mittlerweile zum Lachen.
Sogar
in der Oberstufe
gab es laute Buh-Rufe.
Dachte, die sind
zivilisiert
oder wenigstens engagiert.
Da habe ich mich
wohl getäuscht,
auch dort wurde ich weggescheucht.
Langsam
fragte ich mich,
„Wofür mache ich das eigentlich?“
Konnte
nicht mehr klar denken,
ließ mich viel zu leicht ablenken.
Hatte
keine Lust mehr auf irgendwas,
nichts machte mir mehr Spaß.
Alles
häufte sich und wurde zu viel,
war das alles deren Ziel?
Mich
in die Depression zu jagen?
Ich konnte das alles nicht mehr
ertragen.
Fühlte mich nicht mal in der Uni wohl,
anscheinend
war ich auch dafür zu hohl.
Ich passte da einfach nicht
rein,
wirkte neben all den Leuten sichtlich klein.
Zwei
Jahre später folgte der Abbruch,
zu hoch war wohl mein eigener
Anspruch.
Mein Körper sendete deutliche Signale
und das ganz
viele Male.
Streit Zuhause und kein Verständnis,
betrachtete
meine Eltern als Hindernis.
Erst viel später zog ich von Zuhause
aus
und kam endlich aus dieser Hölle raus.
Sie reichten
mir nie eine Hand,
redete andauernd gegen eine Wand.
Tun so als
wäre nie etwas geschehen,
während ich dabei bin
durchzudrehen.
Diese Liste ist endlos lang,
spüre diesen
einen Drang.
Mir selber die Schuld zu geben,
für mein
miserables Leben.
Hätte, wenn und aber,
immer dasselbe
Gelaber.
Möchte nur noch schlafen
und ankommen an meinem
Hafen.
Ich
kann mich auskotzen so oft ich will,
meine Gedanken halten niemals
still.
Fühle mich auch nicht besser,
bleibe ein in mich hinein
Fresser.
Meine Art widert mich selber an,
gehe mit
schlechtem Beispiel voran.
Kann mich selbst nicht ausstehen,
würde
mir am liebsten aus dem Weg gehen.
So viele unverzeihliche
Dinge,
in Form von einer Klinge.
Tief in meinem Herzen
spüre
ich heftige Schmerzen.
Karma wird schon alles regeln
und
nimmt Luft aus deren Segeln.
Das hoffe ich doch sehr,
denn das
Leben ist nie fair.

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