"Wenn es dunkel wird in mir." Anthologie
Taschenbuch Ausgabe - 1. Juli 2021
Herausgeber: Frieling & Huffmann
Seiten: 212
Preis: 13,90€
Inhalt: 190 Dichterinnen und Dichter 190 Gedichte Wir kennen sie alle, diese Tage – oft sind es Nächte –, in denen unsere Gedanken unablässig um sich selbst kreisen, uns der Mut verlässt, wir alles infrage stellen. Tage, an denen wir nicht glauben können, dass auch wieder bessere Zeiten am Horizont auftauchen werden. Oft fühlt es sich dann so an, als wären unsere düsteren Gedanken erbitterte Feinde unser selbst, die sich, eingenistet in unseren Köpfen, lange nicht vertreiben lassen.
Mein Beitrag: Was vom Leben übrig bleibt
Mein Herz wiegt schwer in dieser Zeit,
habe niemanden an meiner Seite,
außer meiner nicht gewollten Krankheit,
möchte suchen schnell das Weite.
Gefangen in meinen eigenen Gedanken
und in meinem viel zu kleinen Zimmer,
habe all dies meiner Familie zu verdanken,
doch die haben keinen blassen Schimmer.
Seelische Krankheiten sind tabu,
ernst genommen werden sie nicht
und doch gehören sie zum Leben dazu,
dies versetzt meinem Herzen ein Stich.
Überlassen mich meinem Schicksal,
Dunkelheit tief in meiner Seele,
betrachte das Leben als eine Qual,
Hilferufe entspringen meiner Kehle.
Doch niemand kann mich hören,
zu viele Menschen achten, nur auf sich,
sehe, was sie alles zerstören
und wie sie sich lassen im Stich.
Keiner reicht dem anderen die Hand,
einige ziehen ihre Ego-Nummer durch,
besitzen leider keinen Verstand,
hinterlassen lieber Schrecken und Furcht.
habe niemanden an meiner Seite,
außer meiner nicht gewollten Krankheit,
möchte suchen schnell das Weite.
Gefangen in meinen eigenen Gedanken
und in meinem viel zu kleinen Zimmer,
habe all dies meiner Familie zu verdanken,
doch die haben keinen blassen Schimmer.
Seelische Krankheiten sind tabu,
ernst genommen werden sie nicht
und doch gehören sie zum Leben dazu,
dies versetzt meinem Herzen ein Stich.
Überlassen mich meinem Schicksal,
Dunkelheit tief in meiner Seele,
betrachte das Leben als eine Qual,
Hilferufe entspringen meiner Kehle.
Doch niemand kann mich hören,
zu viele Menschen achten, nur auf sich,
sehe, was sie alles zerstören
und wie sie sich lassen im Stich.
Keiner reicht dem anderen die Hand,
einige ziehen ihre Ego-Nummer durch,
besitzen leider keinen Verstand,
hinterlassen lieber Schrecken und Furcht.

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